🦉 Aufgeschlagen & Reingeschaut: EMnis ehrliche Buch-Checks Neue Woche, neues Leseglück!
- nicole1141
- 10. Apr.
- 2 Min. Lesezeit

„REM“ von Anika Strauss & Sebastian Fitzek Wenn der Traum zum seichten Gewässer wird
Die Grundidee dieses Buches klang nach einem absoluten Highlight: Träume, die nicht nur im Kopf existieren, sondern direkten Einfluss auf unsere Realität nehmen. Ein Konzept mit unendlichen Möglichkeiten für psychologische Tiefe und subtilen Grusel. Doch hält der Inhalt, was der Hype verspricht?
Der Einstieg gestaltete sich leider extrem schwierig. Die ersten 150 Seiten zogen sich sehr zäh dahin. Es fehlte der nötige Zug, um uns wirklich in die Geschichte hineinzuziehen. Zwar baut das Buch anfangs eine gewisse Neugier auf, doch die echte Spannung blieb dabei auf der Strecke. Wir haben förmlich darauf gewartet, dass der Funke überspringt doch er glimmte leider nur schwach.
Was als komplexe Verwebung von Traum und Wirklichkeit beginnt, verliert im Verlauf massiv an Tiefe. Anstatt die spannenden philosophischen und psychologischen Fragen konsequent weiterzudenken, wird die Handlung zunehmend vereinfacht und fast schon zu direkt umgesetzt.
Irgendwann kippte die Dynamik spĂĽrbar:
Man liest eher aus PflichtgefĂĽhl weiter, um das Ende zu erfahren, statt aus echter Begeisterung.
Das subtile Spiel zwischen Wahn und Wahrheit blieb ungenutzt.
Das Buch ist wunderschön gestaltet und ein echter Hingucker im Regal inhaltlich ist es jedoch deutlich overhyped.
„REM“ ist ein Buch für zwischendurch. Wer jedoch aufgrund des Namens und des Hypes ein tiefgründiges Meisterwerk erwartet, wird eventuell enttäuscht. Die Idee war brillant, die Umsetzung für unseren Geschmack leider viel zu flach.
Unsere Bewertung: 2 von 5 Eulen 🦉🦉
„Starke Idee, schwache Kür. Manchmal überholt die Erwartung die Realität.“

Heute möchten wir euch ein Buch vorstellen, das uns in der EMni Eulen-Book-Box Redaktion so richtig zum Lächeln gebracht hat. Es geht um einen Helden, der vielleicht ein bisschen zu viele Arme hat, aber dafür ein riesengroßes Herz: Krakadu.
Krakadu ist ein Krake wie wir alle na ja, fast. Er ist ein wenig tollpatschig und kämpft täglich mit dem logistischen Problem von acht Armen. Ständig bleibt er irgendwo hängen oder wirft aus Versehen etwas um. Gut, dass sein bester Freund, der hochgebildete (und leicht genervte) Dr. Prof Seestern, wortwörtlich an ihm klebt.
Die beiden erleben unfreiwillige Abenteuer, die uns zeigen: Wenn man gar nicht erst versucht, krampfhaft in eine Form zu passen, ist es plötzlich ganz einfach, man selbst zu sein.
Schon das Cover ist ein absoluter Hingucker. Die Illustrationen von Lisa Nollenberger sind bunt, verspielt und fangen die Emotionen von Krakadu wunderbar ein. Jede Seite ist ein kleines Kunstwerk, das zum gemeinsamen Entdecken einlädt.
Die Autorin Britta Sabbag findet genau die richtigen Worte:
Warmherzig & Klug: Die Geschichte erzählt kindgerecht und mit viel Augenzwinkern, dass Anderssein kein Makel ist, sondern etwas, das gefeiert werden darf.
Mutmacher:Â Das Buch vermittelt auf leichte und humorvolle Weise die Botschaft der Selbstliebe.
WohlfĂĽhlfaktor:Â Es ist die perfekte LektĂĽre zum Vorlesen, Lachen und Staunen fĂĽr Kinder ab 5 Jahren (und wir geben zu: auch fĂĽr uns Erwachsene!).
„Krakadu“ ist frech, klug und unheimlich liebevoll. Es ist eines dieser seltenen Bücher, die nicht nur kleine Herzen berühren, sondern auch den Großen noch etwas beibringen können. Für uns ein absolutes Lieblingsbuch, das Mut macht, die eigene „Schrägheit“ zu lieben.
Unsere Bewertung: 5 von 5 Eulen 🦉🦉🦉🦉🦉



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